Unentdecktes Land

13. August 2016, 55. Jahrestag der Sicherung

der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik

 

Über 3 Stunden wurde der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin von einem 50 Meter langen Transparent beherrscht. In riesigen Buchstaben gibt der Schriftzug bekannt: „Diese Grenze wurde aufgehoben, damit wir gemeinsam wieder in den Krieg ziehen“.

In den Wochen vor dem 13. August war es mehr als ungewiss, ob die Aktion stattfinden kann. Eine Kampagne, nicht nur der berliner Boulevardpresse, die mit Falschaussagen und Drohungen Front gegen die Aktion gemacht hatte und behauptete, dass wir mit der Aktion den „Mauerbau abfeiern“ wollen, hatte das Ziel der Einschüchterung und Erpressung.

Doch trotz aller Versuche, die Aktion zu verhindern, haben wir sie durchgeführt und den Kräften unübersehbar widersprochen, die die Geschichte der Verbrechen des deutschen Imperialismus von seinem dritten Anlauf zum nächsten Krieg abkoppeln wollen.

Wir danken hiermit allen, die daran mitgewirkt, allen, die uns im Vorfeld unterstützt haben, und allen, die an unserer Seite stehen.

Unentdecktes Land e.V.

 

 


 

 

Link zur Pressemitteilung: Pressemitteilung des Unentdecktes Land e.V. vom 9.8.: Knabe und von Storch wollen Meinungsfreiheit unterbinden

Presseberichte zum 13.08.2016 (Auswahl): www.unentdecktes-land.org/auswahl-presseberichte-zum-13.08.2016


Stellungnahme des Unentdecktes Land e.V. zu Hubertus Knabe und Beatrix von Storch (AfD)

 

Unsere für den 5.8. angekündigte Veranstaltung mit dem Rotfuchs Förderverein aus Anlass des 13. August konnte trotz Verleumdungen, Presshetze und Drohanrufen im Vorfeld, trotz Ortswechsels und trotz Angst vor Übergriffen erfolgreich durchgeführt werden: mit 50 Teilnehmern aller Altersgruppen. Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für ihr sachliches Interesse und ihre Diskussionsfreude.


Was war im Vorfeld geschehen? Am 3. August behaupten Redakteur Olaf Wedekind und Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe in der Bild-Zeitung fälschlich, die Zeitschrift RotFuchs und der Unentdecktes Land e.V. wollten den Mauerbau und die Toten an der DDR-Grenze feiern.

Nichts in den Veröffentlichungen der beiden Vereine weist auf die Absicht hin, zu "feiern".

Die Falschaussage übernehmen in den kommenden Tagen „B.Z.“, „Times“, „Berliner Woche“, die rechte Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“ u.a. Ole Kreins (SPD) und Kai Wegner (CDU) rufen auf, einen herbeifabulierten „Festakt“ zu verhindern. Beatrix von Storch (AfD) betitelt in der "Jungen Freiheit" den RotFuchs und den Unentdecktes Land e.V. als „brandschatzende, mit faschistoiden Methoden agierende, menschen- und demokratieverachtende Antifa". Dem RotFuchs wird telefonisch mit Angriffen auf eine Veranstaltung im Vorfeld des 13. August gedroht. Presse und Bezirksamt erzwingen, dass die Veranstaltung nicht in den angekündigten Räumen stattfinden kann.
 

Dazu erklären wir: Die Behauptung von Hubertus Knabe und Beatrix von Storch, der Verein »Unentdecktes Land« feiere den Mauerbau, ist eine Verleumdung und verhöhnt die Opfer des Mauerbaus wie auch die Opfer des Mauerfalls.

Hubertus Knabe und Beatrix von Storch verhöhnen die Opfer des Mauerbaus. Sie instrumentalisieren die Toten für ihre egoistischen politischen Zwecke und schweigen sich über die Schuldigen für den Mauerbau aus. Schuld am Mauerbau war die BRD mit ihrem Wirtschaftskrieg gegen die DDR, mit ihrer Boykotthetze und mit ihren Plänen zur militärischen Eroberung der DDR. Gegen eine militärische Lösung wandte sich auch der Präsident der USA, John F. Kennedy, als er sagte, die Mauer sei »keine sehr schöne Lösung, aber … verdammt noch mal besser als ein Krieg«.

Hubertus Knabe und Beatrix von Storch verhöhnen auch die Opfer des Mauerfalls. Seit 1990 können deutsche Faschisten sich auch in der annektierten DDR organisieren, staatliche Gelder einstreichen, durch das Land marodieren und über 200 Menschen ermorden. Seit 1990 versinkt das Gebiet der annektierte DDR in Massenarbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Kinderarmut. Seit 1990 wird das Asylgesetz der BRD demontiert, krepieren Flüchtlinge in Auffangstellen, Abschiebegefängnissen und vor allem im Mittelmeer. Und seit 1990 werden zahllose Staaten mit Krieg überzogen, Millionen getötet und dadurch auch reaktionärsten Bewegungen wie dem IS der Boden bereitet. Über all diese Opfer des Mauerfalls schweigen Hubertus Knabe und Beatrix von Storch sich aus.

Der Verein »Unentdecktes Land« wird sich nicht von Leuten wie Hubertus Knabe, die als Nazismusrelativierer bekannt sind, und auch nicht von Leuten wie Beatrix von Storch, die als Nationalisten und Rassisten bekannt sind, die Versammlungsfreiheit und Redefreiheit nehmen lassen. Die angekündigte antimilitaristische Großtransparentaktion „Diese Grenze wurde aufgehoben, damit wir gemeinsam wieder in den Krieg ziehen!“, die sich gegen die Verhöhnung der Opfer des Mauerbaus, gegen die Verhöhnung der Opfer des Mauerfalls und gegen die deutschen Kriege und Kriegstreiber richtet, wird am 13. August ab 14:00 Uhr auf dem Pariser Platz stattfinden – trotz Konfrontationsdrohungen in der Presse seitens einer vom „Förderverein der Gedenkstätte Hohenschönhausen“ und der „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft“ angemeldeten Kundgebung am gleichen Ort stattfinden.

Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind keine Güter, die mit Schlagzeilen und Titelseiten gehandelt werden. In einer Demokratie muss um ein Geschichtsbild gestritten werden können, auch öffentlich. Es wird nicht verordnet, auch nicht von einem Hubertus Knabe, einer Beatrix von Storch oder einer Bild-Zeitung.

Unentdecktes Land e.V.