Unentdecktes Land

9.November 2014 · Berlin Alexanderplatz

Diese Grenze wurde aufgehoben, damit wir gemeinsam wieder in den Krieg ziehen

This border was torn down, so that together we can go to war again

Эта граница была упразднена, чтобы мы снова вместе втянулись в войну

Cette frontière on a annulé afin que nous soyons entrés en guerre ensemble encore

东西德的边界已经不复再   这样我们就被送上前线

αυτό to σύνορο καταργήθηκε, γia va μπορούμε να τραβηξούμε μαζί στον πόλεμο

De grens werd opgeheven zodat we samen opnieuw de oorlog tekenen

Questa frontiera è stata eliminata, affinché noi possiamo insieme nuovamente andare in guerra

Ez a határ azért lett eltörölve, hogy újra együtt mehessünk a háborúba

Bu sınır kaldırıldı, savaşa yine birlikde girmek için

 

»Am 9. November 1989 hat in Deutschland die Konterrevolution gesiegt. Ich glaube nicht, dass man ohne diese Erkenntnis in der Zukunft wird Bücher schreiben können.« Ronald M. Schernikau (1960-1991)

»DIESE GRENZE WURDE AUFGEHOBEN, DAMIT WIR GEMEINSAM WIEDER IN DEN KRIEG ZIEHEN«

Aktion mit Großtransparent-Installation am 9.November 2014, 13 Uhr auf dem Alexanderplatz in Berlin

Im Rahmen einer 36-stündigen Mahnwache ab dem 8.11., 10 Uhr morgens

Die Annexion der DDR 1990 verschaffte dem deutschen Imperialismus die Basis, sein Weltmachtstreben auf dem Rücken aller auszuagieren.

Nach innen mit der Abschaffung des Asylrechts 1993, mit staatlicher Duldung faschistischer Mordbrennereien, mit Demontage der Löhne und Renten in Ost und West und Entrechtung der Arbeitslosen, mit nazi-verharmlosenden Schlussstrichen und Entschädigungsabwehr für die deutschen Verbrechen in den Weltkriegen.

Nach außen mit Bomben auf Belgrad 1999, die nur der Startschuss für weltweite Einsätze der Angriffsarmee Bundeswehr waren, mit staatlicher Förderung 5. Kolonnen, mit völkischem und antisemitischem Ideologieexport, mit politischer Überstimmung und ökonomischer Überschwemmung der EU-Länder.

»Wir werden uns wieder mit den ganz uninteressanten Fragen auseinanderzusetzen haben«, beklagte der jüngste DDR-Bürger Ronald Schernikau diesen epochalen Rückschritt vom realen Sozialismus in den Sumpf der Barbarei: »Am 9. November 1989 hat in Deutschland die Konterrevolution gesiegt. Ich glaube nicht, dass man ohne diese Erkenntnis in der Zukunft wird Bücher schreiben können.«

1999 wurde gefragt: Ob die Grenze aufgehoben wurde, damit wir zusammen in den Krieg ziehen?

Der deutsche Imperialismus führt wieder Krieg, hat so massiv und ungehindert aufgerüstet, dass wir feststellen müssen: DIESE GRENZE WURDE AUFGEHOBEN, DAMIT WIR GEMEINSAM WIEDER IN DEN KRIEG ZIEHEN.

Mit dieser Aktion soll den Menschen in Ost und West die objektive Situation in diesem Land und der Weg der Kriegsvorbereitung, den es seit 1989 beharrlich erstürmt, nüchtern vor Augen geführt werden. Vor den deutschen Kriegstreibern ist niemand mehr sicher. Es wird Zeit, ihnen die Hände zu zerschlagen, bevor sie die Vorkriegszeit wieder beenden, die am 9. November 1989 anhob.

»Aktionsgruppe 9. November 2014«

 

 

Rede der Aktionsgruppe 9.November 2014 auf der Kundgebung am 9.11.2014 auf dem Alexanderplatz in Berlin

Liebe Freunde,

wir begrüßen Euch zu diesem 9.November zur Kundgebung gegen die staatliche und städtische Feiertagsstimmung.

In diesem Land gibt es nichts zu feiern. Und erst recht gibt es an einem 9.November nichts zu feiern. Am 9.November 1938 fand der große Pogrom der Nazis statt. Wenn die Regierung an diesem Tag das Feiern verordnet, möchte sie die Geschichte vergessen machen, möchte sie einen Schlussstrich unter deutsche Verbrechen ziehen, um neue deutsche Verbrechen vorzubereiten.

Die Grenze der DDR wurde erst am 3.10.1990 aufgehoben. Doch bereits am 9.November 1989 war absehbar, dass es zu einer Welle des Nationalismus, des deutschen Großmannstums, des Hurra-Patriotismus kommen würde.

Seit dem 9.November 1989 agieren Faschisten auch auf DDR-Gebiet zunehmend ungestört. Von NPD bis CSU fielen die Rattenfänger in die DDR ein.

Seit dem 9.November 1989 überflutet eine Welle des Antikommunismus auch das DDR-Gebiet ungestört. Mit der Rede vom „Unrechtsstaat DDR“ (von solch Geiferern und Hofhunden wie Wolf Biermann) soll die DDR mit dem faschistischen Deutschen Reich gleichgestellt werden – und das im Rechtsnachfolgestaat dieses Reiches, im Land der Alt- und Neonazis!

Seit dem 9.November 1989 wittern die großdeutschen Europastrategen wieder Morgenluft. Kanzler Helmut Kohl brauchte keine angebliche "friedliche Revolution", um die Interessen der Siemens, Daimler, Deutsche Bank jetzt aktiv in der DDR, in Osteuropa, ja sogar gegen die westeuropäischen „Freunde“ durchzupeitschen.

Der 9. November 1989 brachte KEINE Reisefreiheit für die Ostdeutschen. 3 Millionen Ostdeutsche wurden gezwungen, als Wirtschaftsflüchtlinge nach Westdeutschland zu ziehen – dank den Raubrittern von Treuhand und Co. 2 Millionen Ostdeutsche wurden in die Arbeitslosigkeit getrieben – sie müssen ihre demokratischen Grundrechte scheibchenweise an das Jobcenter verscherbeln. (Das muss man sich so klarmachen! Es steht ihnen natürlich "frei", dies zu tun, aber in dem Maße, wie sie es machen, verlieren sie auch das bürgerliche Recht auf Freizügigkeit.)

Der 9.November 1989 brachte vor allem Reisefreiheit für die Bundeswehr.

Unsere Kundgebung richtet sich gegen die verlogenen Hurrapatrioten und Kriegstreiber der Bundesregierung. Der Hauptfeind der Ostdeutschen und der Westdeutschen saß nie in Pankow oder im Palast der Republik. Der Hauptfeind der Ostdeutschen und der Westdeutschen saß in Bonn und sitzt jetzt in Berlin. Der Hauptfeind steht in Westdeutschland und in Ostdeutschland und heißt deutscher Imperialismus.